Letzte Änderungen:

 

7.7.               Neue Notizen zu "Die Gum".

6.7.               Neue Notizen zu "Der Girl-Robber" und "An der Tigerbrücke".

4.7.               Neue Notizen zum "Brodnik".



30.12.16

Das Sehenswerte am gestrigen langen „Winnetou“-Fernsehabend bei RTL waren die beiden Dokumentationen, Teil I + II, zum Entstehen der Filme … der Film zuvor, der dritte der kleinen Serie, war ein Ärgernis.

Konnte ich beim ersten und zweiten Film anfänglich jeweils eine ganze Weile mehr oder weniger angetan zuschauen, bevor beide Filme freilich kräftig abfielen, habe ich diesmal von Anfang an keinen Gefallen am Film finden können … Die durchgängige völlige May-Ferne ist halt unerfreulich, unnötig, ärgerlich. Santer sen. + jun. begegnen sich im Knast in Santa Fe, Old Shatterhand hat eine Farm … völlig frei erfunden, unsinnig.

Old Shatterhand küßt … (Das hat mich nun freilich nicht gestört, ich erwähne es nur.) In den Büchern tat er das lebenslänglich nie. Ich glaub‘ Rih hat er einmal geküßt … und Hadschi Halef in Band 5 (im grünen gestrichen.)

Santer jun.: lächerlich. Zitiert Rimbaud oder was das war auf einer Kleinbühne im Saloon und wird verscheucht … absurd.

Rot und Weiß alle Mann am Tisch mit Geigenspiel und Ringelpietz, „man merkt die Absicht und man ist verstimmt“, Integrations-Botschaft mit Holzhammer und Zuckerwatte. „Alle Menschen werden Brüder“ ist übrigens wenn ich mich nicht irre hihihihi von Schiller und nicht von Jesus.

„Glücklich ist gut“ (Old S), aha … interessant.

Die Anwerbungsszene für den Überfall, lachhaft …

Ein eingebauter Thomas-Bernhard-Titel verursachte zwischenzeitliche kurze Aufmerksamkeit … ein willkommenes kleines Bonbon in alledem … man wird ja bescheiden und nimmt schon kleinste Kleinigkeiten positiv zur Kenntnis …

„Was für ein schöner Abend“, diese Art speziellen gebrochenen Humors gefällt mir … kurz darauf ähnlich bei „scheint ein fröhlicher Stamm zu sein“ …

Warum hat man nicht einfach die Helldorf-Settlement-Geschichte verfilmt, so wie sie bei Karl May im Buch steht ? Man hatte gute Darsteller, Equipement, es fehlte an nichts und wäre eine interessante May-Verfilmung geworden …

Die Comantschen kommen … Actionquark mit Getrommel …

Immer wieder habe ich auf die Uhr geschaut, wie lange noch …

Winnetou schreit unbeherrscht herum, ganz untypisch …

Beim Zweikampf beschlichen mich Abschalt-Gedanken …

Kurzer Lichtblick einmal mehr durch Sam Hawkens und Belle, „es gibt ein Glück“ konnte einem dazu einfallen …

Tangua ist plötzlich wieder ganz Häuptling, mit der Erklärung, der Saloon öffne erst später … hier verscheißert der Film neben den Zuschauern offenbar auch gleich sich selbst.

Starke Sterbeszene Winnetous. - Möhring ! Auch dann kurz darauf mit Santer … Wirklich ein großartiger Darsteller.

An einer interessanten Stelle recht apart der „magische Moment mit Lindor“ in der Werbung …

Old Shatterhand sprengt die Reichen-Fete wie weiland Horst Schimanski selig …

Das „Mr. Shatterhand“ in Adorfs letztem Take wurde, man mag es glauben oder nicht, tatsächlich von meinem Bruder nachsynchronisiert … sie brauchten einen für die zwei Worte und er war gerade greifbar …

„Erschießung Santers“ steht auf meinem Notizenblatt, und nun weiß ich gar nicht mehr was ich dazu schreiben wollte, erinnere mich tatsächlich nicht einmal mehr an die Szene …

Old Shatterhand mit Häuptlingskopfschmuck, Blödsinn …

Schade.